Rückblick eines Europameisters

Unverhofft kommt oft.

Hätte ich mir vor vier Wochen vorstellen können, erneut Hallen-Europameister mit der österreichischen Nationalmannschaft zu werden? Ganz ehrlich: nein. Mehr noch – ich hätte vermutlich jeden ausgelacht, der mir gesagt hätte, dass das möglich ist.

Und doch haben wir es wieder geschafft. Mit viel Blut, Schweiß und zu Beginn auch einigen Tränen haben wir etwas ganz Besonderes geformt: eine Einheit weit über Vereinsgrenzen hinaus. In jedem einzelnen Spiel haben wir alles auf dem Platz gelassen, sind füreinander gelaufen und haben gemeinsam gekämpft. Am Ende haben wir – vielleicht für Außenstehende überraschend, für mich jedoch absolut verdient – den Europameistertitel eingefahren.

Dieses Turnier war keines wie jedes andere. Wir hatten mit einigen Ausfällen zu kämpfen, allen voran mit Fabi, unserem Schlüsselspieler der vergangenen Jahre, der uns auf dem Feld gefehlt hat. Doch genau diese Situation hat uns noch enger zusammengeschweißt. Wir sind als Team gewachsen, haben uns gegenseitig aufgefangen und es jedem Gegner extrem schwer gemacht, gegen uns zu gewinnen.

Auch wenn Fabi nicht aktiv am Spielfeld stand, war er dennoch mit Herz und Leidenschaft Teil des Teams. Als Assistenztrainer am Seitenrand hat er uns mit seiner Erfahrung, seinem Blick von außen und seiner Expertise enorm unterstützt – dafür gebührt ihm großer Dank.

Für mich persönlich war dieses kurzfristige Einspringen erneut eine ganz besondere Erfahrung. Es hat mir gezeigt, was mit echtem Willen, Leidenschaft und Teamgeist selbst mit müden Knochen noch möglich ist.

Ich hoffe sehr, dass wir mit diesem Erfolg viele junge Hockeyspieler/innen in Österreich inspirieren konnten. Mit harter Arbeit kommt man immer an sein Ziel!

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